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NACHGEFRAGT bei ….gfGR Werner Heindl (Sicherheit)

Info: Lieber Werner, du bist im Zivilberuf Zollbeamter. Du warst aber auch als Exekutivbeamter zum Personenschutz von Politikern wie Klima und Blecha abgestellt. War das der eigentliche Grund, wieso Du Sicherheitsreferent geworden bist?

Heindl: (lacht) Nicht wirklich. Die Geschäftsbereiche werden in Koalitionsverhandlungen festgelegt und dabei spielt auch der Zufall mit. Ich bin aber mit dem Thema Sicherheit auch beruflich vertraut, das ist schon richtig.

Info: Beim Begriff Sicherheit denkt man als Bürger sofort an Einbrüche und Diebstähle – Wieviele derartige Fälle gibt es denn im Ort?

Heindl: Während der warmen Jahreszeit hält es sich in Grenzen. Im Oktober wurde zum Beispiel nur ein Fahrrad entwendet, sonst war gar nichts.

Info: Das klingt nicht gerade nach echtem Handlungsbedarf…….

Heindl: Grundsätzlich ist Wiener Neudorf ein sehr sicherer Ort. Mit Beginn der dunklen Jahreszeit kommt es aber natürlich fallweise zu Einbrüchen. Im Jahresschnitt liegen wir bei etwa 1-2 Fällen pro Monat. Meistens sind aber nicht Wohngebäude, sondern Firmengebäude und Betriebshallen betroffen.

Info: Für den Sicherheits-Referenten also wenig Grund zur Sorge?

Heindl: Man muss immer wachsam bleiben. Ich meine, daß unsere Polizeiinspektion einen hervorragenden Job macht. Wir haben für 2017 vereinbart, daß noch mehr Streifen fahren als bisher.
Der Schwerpunkt meiner Tätigkeit liegt aber in der Zusammenarbeit der Gemeinde mit den Blaulichtorganisationen. Die leisten lebenswichtige Dienste für die Menschen im Ort.
Ohne unsere Feuerwehr, ohne das Rote Kreuz und die Polizei-Inspektion wäre ein sicheres Zusammenleben nicht möglich. Alleine die Wiener Neudorfer Feuerwehr hat mit der Verantwortung für den verkehrsreichsten Autobahnabschnitt Österreichs ein ungeheures Arbeitspensum. 650 Einsätze pro Jahr und das sind alles Freiwillige!
Und eines möchte ich auch noch sagen: Sicherheit umfasst alle Lebensbereiche. Nehmen wir den Katastrophenschutz-Verband her. Die leisten sehr viel an Planung und Vorbereitung. Im Ernstfall muss dann alles reibungslos im Hintergrund funktionieren, und wenn es klappt, steht es nicht in der Zeitung. Das erscheint für die Leute dann selbstverständlich.

Info: Welche Bedeutung hat denn die Gemeinde für die Feuerwehr? Trägt da nicht das Land NÖ die Verantwortung?

Heindl: Vom Land gibts bedeutende Förderungen, ja. Aber verantwortlich sind wir als Gemeindeführung ganz alleine. Wir haben selbst dafür zu sorgen, dass unsere Feuerwehr optimale Arbeitsbedingungen vorfindet. Und das tun wir auch gerne.

Info: Und wie macht Ihr das konkret?

Heindl: Wir haben eine sehr moderne Ausstattung, aber zum Beispiel eine Drehleiter, die schon 26 Jahre alt ist. Die Finanzierung von immerhin 850.000 Euro für die neue Leiter wurde jetzt gerade im Gemeinderat beschlossen. Die Übernahme wird 2018 erfolgen.

Info: Diese laufenden Beschaffungen gibt es aber bereits seit Jahrzehnten. Wird das Ressort nicht irgendwann zur reinen Routine?

Heindl: Nein, weil wir auch neue Projekte entwickeln. 2015 haben wir zum Beispiel einen Selbstverteidigungskurs für Frauen abgehalten und im Frühjahr 2016 einen Selbstverteidigungskurs für Fortgeschrittene. Beide Kurse waren ein Riesenerfolg, mit dem wir gar nicht gerechnet haben Nächstes Jahr wird auch ein Kurs für Jugendliche kommen.
Auch unsere Sicherheitsbürger Ing. Peter Sykora, Paul Strebl und Harald Untersteiner sind heuer zum erstenmal im Ort unterwegs. Die drei fungieren als Bindeglied zwischen der Bevölkerung und der Polizei. Sie sind seriös und engagiert – -aber nicht übereifrig. Sie halten übrigens immer am ersten Mittwoch im Monat eine Sprechstunde im Gemeindeamt ab.

Info: Du wirst nächstes Jahr 62 Jahre alt und läufst seit 20 Jahren in deiner Freizeit Marathons. Deine momentane Zeit liegt zwischen 3:35 und 3:45. Hat Dich dieses Hobby eigentlich persönlich verändert?

Heindl: Ja, sicher. Während ich laufe gehört die Zeit alleine mir. Durch Laufen kann ich den Alltags-Stress optimal verarbeiten und mich mental stärken

Info: Lieber Werner, wir danken für dieses Gespräch.