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SPÖ-Bgm. Wöhrleitner will die Komplettverbauung von Wiener Neudorf und ist bereit, dafür die Lebensqualität der Bevölkerung zu opfern

Eigentlich war es zwischen unserer Gemeinderegierung und den Bauprojektanten eine ausgemachte Sache, dass die SPÖ den Freizeitpark Reisenbauer-Ring opfert, um endlich die Verbauung des IZ-Nord zu ermöglichen. Über den Park hätte die Zufahrt zu einem neuen Betriebsgebiet entstehen sollen. Das gemeinsame Vorgehen der Opposition und eine erfolgreiche Unterschriftenaktion einer parteiunabhängigen Bürgerinitiative machte dieses Ansinnen – vorerst – zunichte.

Jetzt probiert es die SPÖ „von hinten herum“. Der Grund, warum ihr Bürgermeister Wöhrleitner Wiener Neudorf bislang noch nicht komplett zubauen konnte, ist die Tatsache, dass es seit 10 Jahren sogenannte Freigabebedingungen gibt, die glücklicherweise noch von der Vorregierung UFO/ÖVP erlassen wurde. Diese besagen, dass zuerst ein Generalverkehrsplan für den gesamten Ort ausgearbeitet und durchfinanziert werden muss, bevor neue Großprojekte verwirklicht werden können. Der Sinn dahinter: Zuerst lösen wir die bestehenden Verkehrsprobleme, erst dann kann wieder gebaut werden. Vorrangig ist die Wohn- und Lebensqualität in Wiener Neudorf. Erst wenn diese nachweislich gewährleistet bzw. verbessert ist, kann die weitere Verbauung großer Freiflächen angedacht werden. An dieser Bestimmung ist der Wunsch des SPÖ-Bürgermeisters, den Großprojektanten zu helfen, bislang gescheitert.

Jetzt möchte die SPÖ diese Freigabebedingungen nahezu ersatzlos streichen. Das wäre der Startschuss, jene unverbauten Flächen komplett zuzubauen, die SPÖ-Bgm. Wöhrleitner wörtlich als „unnötige Löcher in der Landschaft“ bezeichnet hat. Im Alleingang hat er dazu eine Raumordnungsänderung in Auftrag gegeben. Laut Gesetz muss diese 6 Wochen aufliegen. In dieser Zeit hat jeder die Möglichkeit dagegen Einspruch zu erheben. Es ist kein Zufall, dass er dafür die 6 Wochen von Mitte Juli bis Ende August, also die Haupturlaubszeit, gewählt hat – mit der Hoffnung, dass in dieser Zeit die wenigsten dagegen protestieren. Wie wir hören, ist dieser Plan – zumindest bis jetzt – aufgegangen, was allerdings auch an der Komplexität des Sachverhaltes liegt.

Kurz zusammengefasst besagt das Änderungspapier:

Wiener Neudorf braucht keinen Generalverkehrsplan – meint die SPÖ.
Wiener Neudorf soll weiter zugebaut werden – meint die SPÖ.
Wiener Neudorf hat kein Verkehrsproblem – meint die SPÖ.
Die Wiener Neudorfer brauchen keine Verbesserung ihrer Lebensqualität – meint die SPÖ.
Wiener Neudorf hat noch genug Platz für zusätzlichen Verkehr – meint die SPÖ.