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Von Newquay nach Bristol

Wir wussten, dass ein ereignisreicher Tag vor uns liegen würde, also fuhren wir gleich nach dem Frühstück um exakt 10 Minuten vor 9.00 Uhr von Newquay ab. Über teilweise sehr enge

 

cornische Straße fuhren wir
nach Prideaux Place, einem schloßähnlichen Herrenhaus, das 1592 im Elisabethanischem Stil erbaut wurde.
Seit 14 Generationen lebt hier die Familie Prideaux und wenn Sie einige der Filme von Rosemund Pilcher gesehen haben, so wird Ihnen dieses Haus bekannt vorkommen.  Nach einer Hausführung durch die großteils seit dem 2. Weltkrieg nicht mehr bewohnbaren Räume des Hauses
fuhren wir weiter in das Fischerdorf  Padstow mit seinem kleinen Naturhafen. Weiter
führte unsere Fahrtroute nach Tintangel. Dort wurde nach einer heimischen Sage König Arthus
geboren. Leider regnete es so stark, dass wir auf den Spaziergang zur Ruine verzichten mussten.

Früher als geplant verließen wir deshalb  Cornwall. Die mautpflichtige Ausfahrtsstraße erinnerte mich an die Linkegasse in Wiener Neudorf. (Oder ist das das Heimweh, das ich langsam verspüre!!??).  Bald danach erreichten wir die Autobahn, auf der wir rasch nach Bristol kamen.  Bristol war vor der Industrialisierung eine wichtige Stadt, die für die manuelle Erzeugung von blauem Glas berühmt war.
Außerdem hatte Bristol einen wichtigen Seehafen und es fuhren viele Schiffe
mit allerlei glitzerndem Tand nach Afrika. Dieser Tand wurde dort gegen Sklaven eingetauscht, die dann über den Atlantik in die südlichen Teile von Nord-Amerika gebracht wurden. Dort wurden die Sklaven gegen Kolonialwaren und Baumwolle eingetauscht und nach Bristol gebracht. Heute sind die Schiffe so groß, dass Bristol dadurch nicht mehr am Avon River erreicht werden kann. Damit verlor die Stadt an Bedeutung.

So, liebe LeserInnen. Langsam müssen wir an die Rückfahrt denken. Am Montag starten wir bereits um 7.00 Uhr früh, um unseren Zug durch den
Ärmelkanaltunnel zu erreichen.