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Wöhrleitner gibt Startschuss für Verbauung des IZ-NORD

IZ Nord © DI Norman Pigisch


Dass derart viele Wiener Neudorfer das Wirtschaftsblatt lesen, überrascht. In den letzten Tagen liefen unsere Telefone heiß und erreichte uns ein Mail nach dem anderen. Was ist passiert? Unser Bürgermeister gab im Wirtschaftsblatt die Planungen für die Verbauung des sogenannten IZ-NORD (Innovationszentrum Nord) mit dem putzigen Namen „Öko-Park“ zu. Am Ende dieser Information finden Sie eine Kopie des Artikels. Jetzt sind wir in Wiener Neudorf also wieder in den späten 90er Jahren angelangt, als der damalige Bürgermeister Hofbauer die freie Fläche zwischen der SCS und dem Freizeitzentrum zubetonieren und zigtausende neue Autobewegungen nach Wiener Neudorf bringen wollte. Dies konnte durch die Abwahl der SPÖ und der Liste Hofbauer und der Wahl von Herbert Janschka zum Bürgermeister in wirklich letzter Minute gerade noch verhindert werden.

Bezeichnenderweise lesen wir im Wirtschaftsblatt vom 10.04.2012 betreffend die Verbauungspläne des IZ-Nord folgenden Satz unseres Bürgermeisters: Aber auch die Gemeinde und die Bürger hätten nichts davon, würde die Fläche ein „Loch in der Landschaft“ bleiben, sagte der Bürgermeister.

Wir alle kennen diese Fläche, das letzte Stück Natur: teilweise Wiese mit Bäumen, teilweise Acker mit Windschützgürtel, dieses Stück, das unseren Ort von der Stadt trennt, das Wr. Neudorf als eigenständigen Ort von Wr. Neudorf als „Vorort von Wien“ unterscheidet. Es geht jetzt (noch) nicht um die Frage, ob diese Fläche verbaut werden soll und wenn ja, in welcher Form. Es geht darum sich bewusst zu sein, dass wenn diese Fläche verbaut wird, Wr. Neudorf Teil einer durchgehend bebauten Fläche von Stammersdorf im Norden von Wien bis hinter unser IZ-Süd ist.

Mag sein, dass diese Fläche früher auch mal eine Mülldeponie war, mag sein, dass diese Fläche als Bauland gewidmet ist, mag auch sein, dass der Bürgermeister wahnsinnig gerne die zusätzlichen Einnahmen an Kommunalsteuer aus den dort anzusiedelnden Betrieben hätte, um noch mehr Geld ausgeben zu können. Aber erst einmal verbaut, ist dieses Stück Natur unwiederbringlich verloren. Daher fordern wir ALLE auf, sich wesentlich mehr und weiterreichende Gedanken zu machen, als dieses Thema unter dem Aspekt „wir schließen endlich ein Loch in der Landschaft“ abzuhandeln. Und das wird ohne die Einbeziehung dieses Themas in ein Gesamtkonzept für unseren Ort nicht möglich sein. Denn sowohl auf den 80er auf der A2 als auch auf die Untertunnelung der B17 zu verzichten, da ein Haus in einen Park zu stellen, dort eine Wohnsiedlung samt Kindergarten neben die größte Österreichische Tierseuchenanstalt zu bauen, und dazwischen Löcher zu schließen, ist zu wenig. VIEL ZU WENIG!!

Wir sind dabei, Informationen einzusammeln und den derzeitigen Stand der Dinge zu erheben – und Sie über den weiteren Verlauf zu informieren. Wenn Sie uns Ihre Meinung zu diesem Thema mitteilen möchten, dann schicken Sie doch einfach ein Mail:

herbert.janschka@kabsi.at

oder:

oevp-wienerneudorf@gmx.at

WiBlatt, 10.4.12,Wiener Neudorf