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Klosterpark: Baubeginn gegen den Willen der Bevölkerung!

Jetzt ist es also doch so weit! Bis zum Schluss haben viele Wiener Neudorfer gehofft, dass Bürgermeister und Lebenshilfe umdenken und den Klosterpark in Ruhe lassen! Aber leider: Seit ein paar Tagen klafft ein großes Loch in der Mauer des Klosterparks, die Arbeiten sind in vollem Gange. Aber es stellt sich die Frage: Was ist in den letzten Monaten geschehen?

Zur Erinnerung: Im Spätherbst 2010 starteten 3 Mütter aus Wiener Neudorf die Initiative „Rettet den Klosterpark“ mit dem Ziel, den nördlichen Teil des Klosterparks – wie von der Gemeinde beim Ankauf des Areals zugesagt –  unverbaut zu erhalten. Am 18. Februar 2011 haben die Initiatorinnen im Gemeindeamt 1.000 Unterschriften abgegeben. Der im Gemeindeamt anwesende Bürgermeister hat es abgelehnt, die Unterschriften persönlich entgegenzunehmen. Am 10. März 2011 wurde zu diesem Thema eine Gemeinderatssitzung abgehalten. Die Frage einer sinnvollen Alternative zum Neubau des neuen Zentrums der Lebenshilfe z.B. auf dem Areal der alten Volksschule wurde dem Ausschuss für Infrastruktur zur weiteren Behandlung und Prüfung zugewiesen.

Dieser Ausschuss hat am 29. März 2011 mit dem Ergebnis getagt, dass alle Verträge zwischen Wiener Neudorf und der Lebenshilfe in Ordnung seien (was niemand je bestritten hat), dass man Verträge einhalten müsse (etwas anderes wurde nie verlangt, denn es wurde stets eine einvernehmliche Lösung angestrebt) und dass es  vor allem insoweit zu spät sei, als der unmittelbare Baubeginn (aus Kosten- und Planungsgründen) keine weitere Verzögerungen mehr erlaube.

In der Folge hat es nun bis Mitte Oktober gedauert, bis mit den Bauarbeiten begonnen wurde. Wie so vieles in diesem Projekt waren also auch die damaligen Aussagen im Ausschuss entweder Themaverfehlungen oder schlichtweg Unsinn. Denn in den letzten 6 Monaten (!!) hätte das Projekt für einen anderen Standort sehr wohl umgeplant und – mit etwas gutem Willen – auch die erforderlichen Bewilligungen eingeholt werden können.

Aber es war dem Bürgermeister, Vizebürgermeister und der Lebenshilfe wichtiger, in dieser Zeit sowohl die Initiatorinnen als auch die 1.000 Wr. NeudorferInnen, die sich dem Ansinnen auf Erhalt des Areals angeschlossen haben, bei jeder sich bietenden Gelegenheit  zu behindertenfeindlichen, asozialen BürgerInnen abzustempeln, anstatt konstruktiv an Ersatzlösungen zu arbeiten. Die Vertreter der Lebenshilfe, die allesamt nicht aus Wiener Neudorf sind, haben ihrerseits den Wunsch nach einem anderen Standort gleich als entbehrlichen „Zuruf von außen“ abgetan.