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Fußballverein: Wo ist das Geld geblieben? – Die Fortsetzung

Wir haben darüber berichtet, dass der Fußballverein in den letzten 3 Jahren (seit SPÖ-Funktionäre den Verein wieder in ihre Hände gebracht haben) über 1 Million € bekommen hat . Nachdem sich ein hochrangiger Funktionär des Vereines bitterböse beschwert hat, weil die Ziffer unmöglich stimmen kann und auch mit Klage gedroht hat, gehen wir gerne ins Detail:

Die Gemeinde hat die Ausgaben des Vereines (Strom, Heizung, Rasenpflege, Instandhaltung des Tribünengebäudes,  Reinigung, Versicherung, Mieten u.s.w.) übernommen. Gesamtkosten: € 670.000,-. An direkten Barleistungen der Gemeinde (fast ausschließlich Subventionen) sind an den Fußballverein von September 2008 bis Juni 2011 insgesamt weitere € 354.000,- geflossen. Diese Beträge sind  allesamt den offiziellen Gemeinderatsprotokollen und bewilligten Rechnungsabschlüssen entnommen.

Darüber hinaus hat der Fußballverein in der Wöhrleitner-Ära das Restaurant im Freizeitzentrum „Sporttreff“ (früher Fetznlaberl) bekommen. Die uns vorliegenden und kontrollierten Zahlen aus der Zeit des vorherigen Vorstandes gehen von einem Umsatz von etwa € 20.000,- pro Monat aus. Nachdem die Gemeinde jetzt weit mehr Aufträge an diesen Betrieb vergibt, müsste dies noch deutlich höher liegen. Dazu kommen die Beiträge von rund 300 Mitgliedern, die Zuschauereinnahmen, die Einnahmen von Sponsoren und Aufstellern von Werbetafeln im Stadion. Auch die Erträge aus Untervermietungen führt der Verein nicht an die Gemeinde ab. Zu guter Letzt wurden auch die Einnahmen der Sporthallen-Kantine, die früher zwischen 5 Sportvereinen aufgeteilt wurden, nunmehr alleine dem Fußballverein zugesprochen.

Alles in allem müsste der Fußballverein über ausreichend Geldmittel verfügen. Die Gemeinde übernimmt Kosten, die normalerweise Fußballvereine selbst tragen müssen und vergibt Subventionen, von denen andere Vereine nur träumen können. Trotzdem kommt Herrn Wöhrleitners Lieblingsverein mit dem Geld nicht aus, bleibt Rechnungen schuldig, verstrickt sich in Gerichtsverhandlungen und ist laufend bei der Gemeinde vorstellig, um weitere Subventionsgelder zu verlangen. Nachdem es hier um große öffentliche Gelder geht, für die letztlich die gesamte Bevölkerung aufkommen muss, stellt sich automatisch die Frage: Wo ist das Geld geblieben? Wir werden dieser Frage nachgehen und Sie über die herausgefundenen Antworten weiter informieren.