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Die Toskana: Tag 5 – Volterra und San Giminiano

Unsere Reise führte heute in die älteste Stadt der Toskana. Volterra wurde bereits über hundert Jahre vor Christi Geburt von den Etruskern gegründet und auf einem Hügel in der heutigen Provinz Pisa auf 550 Meter über dem Meeresspiegel angelegt. An klaren Tagen kann man über die Küste und das Tyrrhenische Meer bis Elba und Korsika sehen. Obwohl unklar ist woher die Etrusker kamen, hatten sie ein sehr fortschrittliches Gemeinwesen. Frauen waren gleichberechtigt, durften wählen und waren Priesterinnen. Es gab auch viele weibliche Gottheiten. Nach den Etruskern kamen die Römer, vertrieben diese und besiedelten die riesige Stadt. Die Römer bauten ein großes Amphitheater, ließen aber Teile der Stadt verfallen.  In Volterra entwickelte sich ein Zentrum der Alabasterkünstler und heute gibt es die erstaunlichsten Alabasterfiguren und Gebrauchsgegenstände in der Stadt zu kaufen. Weiter ging die Fahrt nach San Giminiano – dem Manhatten des Mittelalters mit den erstaunlichen und weltberühmten Geschlechtertürmen. Einige wenige stehen noch, vor500 Jahren aber waren es über 70 Türme. Mit diesen Türmen zeigten die Familien ihren Reichtum und vor allem waren diese ein Zufluchtsort vor unliebsamen Besuchern. In jedem Stockwerk war nur eine kleine Lücke in das Geschoß darüber und die Leiter konnte leicht nach oben gezogen werden. Dadurch war man vor Eindringlingen bestens geschützt.