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Kinder gehören nicht ins Gefängnis

Die Initiative von Caritas, Amnesty Interntional, SOS-Kinderdorf und Diakonie zur uneingeschränkten Aufnahme der Kinderrechtskonvention in unsere Verfassung kann nicht genug begrüßt werden. Ja, Österreich hat wie viele andere Länder ein Problem mit nicht integrationswilligen Emigranten. Dieses Problem gehört politisch gelöst, unbestritten. Aber: Ich denke, dass wir alle – egal welcher politischen Gesinnung wir angehören – in erster Linie der Gruppe der Menschen angehören sollten und unser oberstes Prinzip sollte das der Menschlichkeit sein. Egal, was wir tun – beruflich, egal, was wir denken – politisch. Dort, wo heute die Menschlichkeit versagt, versagt morgen alles andere. Ja, wir haben unsere Kultur. Ja, wir haben unsere Tradition. Ja, wir haben unsere Sprache. Ja, wir haben unsere Form des Zusammenlebens. Ja, wir haben unsere Regeln. Und 1000 Mal Ja dafür, dass wir für diese Kultur, diese Tradition, diese Sprache, diese Form des Zusammenlebens und die Einhaltung unserer Regeln einzustehen haben. Und 1000 Mal Ja dafür, dass Menschen, die sich unser Land als ihre neue Heimat ausgesucht haben, sich mit unserer Tradition, unserer Sprache, unserer Form des Zusammenlebens und der Einhaltung unserer Regeln zu beschäftigen haben. Wahrscheinlich wird bei der letztendlichen Entscheidung, ob eine Person, ob eine Familie in Österreich bleiben soll, nicht ein allgemeingültiges Programm behilflich sein können, wahrscheinlich auch kein Gesetz, dass alle Eventualitäten regelt und bei dem am Ende eine automatische Entscheidung herauskommt. Wahrscheinlich werden wir, wenn nicht alle, so zumindest viele Fälle individuell betrachten und lösen müssen. Manchmal lässt sich Menschlichkeit eben nicht durch Gesetze nivellieren. Manchmal werden auch die Entscheidungsträger individuell gefordert sein und individuelle Entscheidungen treffen müssen und treffen dürfen. Und 1000 Mal Nein dazu, dass ein jeder, der einmal einen Fuß auf Österreichischen Boden gesetzt hat, auf diesem auch bleiben kann und darf.

Aber eines sollte selbstverständlich sein, dass Gefängnisse und ähnliche Einrichtungen den Verbrechern vorbehalten sein sollten. Menschen, die – aus welchen Gründen auch immer – versuchen, eine neue Heimat zu finden und vor allem völlig unschuldige Kinder gehören nicht dorthin.

Ich ersuche Sie, einen Blick auf die Homepage:   www.gegen-unrecht.at zu machen und wenn Sie mit den Zielen und Meinungen des gemeinsamen Vorgehens dieser Gruppierungen einverstanden sind, ersuche ich Sie um Ihre Unterstützung und um das Setzen Ihres Zeichens.

Herbert Janschka