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Fall „Hannauer“: Baugenehmigung wurde ohne Gutachten erteilt

Das war Herrn Wöhrleitner gar nicht recht, dass wir uns darum gekümmert haben. Bekanntlich ist das „Hannauer“-Haus in der Laxenburger Straße durch die Bau einer umstrittenen Tiefgarage auf der Nachbarliegenschaft fast eingestürzt. 7 Monate lang wurde mit der Fam. Hannauer Katz und Maus gespielt. Es wurde sogar angeboten, das Haus mit Stahlseilen zusammenzubinden und damit  das Auseinanderbrechen zu verhindern. Die Fam. Hannauer musste den Eindruck gewinnen, dass Herr Wöhrleitner eher auf der Seite des Bauträgers als auf der Seite einer alteingesessenen Wiener Neudorfer Familie stand. Erst als wir uns Ende März in die Sache eingeschaltet haben, kam plötzlich Bewegung in die Angelegenheit. Mittlerweile wurde die Familie für ca. 3 Monate ausgesiedelt. In dieser Zeit soll das Haus halbwegs wieder hergestellt werden.

Tatsache ist, dass der 3-teilige Neubau mit insgesamt 12 Wohnungen um je 380.000,- € nicht zum Stil des Wiener Neudorfer Altortes passt. Auch der Bau der Tiefgarage in einem Ortsteil mit traditionell hohem Grundwasser ist sehr umstritten. Unglaublich: Erst jetzt, viele Monate nach Erteilung der Baugenehmigung (!!!) und Beginn des Baues wurde ein Gutachten eingeholt, aus dem hervorgeht, unter welchen Vorkehrungen die Tiefgarage gebaut werden kann. In der letzten Gemeinderatssitzung haben wir den Antrag gestellt, dass zusätzlich ein hydrogeologisches Gutachten eingeholt werden soll, um festzustellen, ob der Bau der Tiefgarage mitten in den Grundwasserstrom Auswirkungen auf die umliegenden Gebäude hat. Zu aller Überraschung hat das die Wöhrleitner-SPÖ abgelehnt. Offensichtlich steht Herr Wöhrleitner noch immer auf der Seite des Bauträgers.

Dazu der frühere Bürgermeister Janschka: „Ein Bürgermeister hat objektiv zu entscheiden und darf sich nicht auf irgendeine Seite schlagen. Bei einem derartigen Projekt, bei dem klar war, dass es zu Schwierigkeiten kommen wird, auf zeitgerechte Gutachten zu verzichten bzw. sie jetzt sogar noch im nachhinein zu verhindern, ist zumindest eigenartig und lässt einiges vermuten.“