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„Hannauer-Haus“ fast eingestürzt! Bürgermeister verhängt Informationssperre! Was läuft hier?

Das ist der eigentliche Altort, der Ursprung Wiener Neudorfs: Die Laxenburger Straße und die Parkstraße links und rechts des Mödlingbaches – östlich der Triester Straße.  Häuser aus früheren Jahrhunderten. Bis vor kurzem ein schönes und harmonisches Ortsbild, das ein wenig an vergangene Zeiten erinnert.  Die Janschka-Regierung wollte diesen Zustand erhalten, dann kam Wöhrleitner und hat die Bebauung „aufgemacht“. Zwischen dem Heurigen „Geiszler“ und dem „Hannauer-Haus“ sollte als Beginn eine riesige Wohnanlage mit Tiefgarage und so dichter Verbauung wie möglich entstehen. Es werde schon nichts geschehen, wurden die Anrainer beruhigt. Es hätte keinen Sinn, sich gegen das Projekt zu wehren, wurde den Anrainern eingeredet, da alle behördlichen Auflagen erfüllt und Einsprüche nur einen kurzzeitigen Aufschub bewirken würden.

Im Sommer 2009 war Baubeginn mit dem Abriss des Hauses Laxenburger Straße 24 und der kompletten Rodung des Gartens mit sehr altem Baumbestand, beides ohne Schonung des anrainenden Anwesens „Hannauer“. Dann kam der 9.  November 2009. Beim Bau der Tiefgarage, die noch dazu mitten in den Grundwasserstrom hineingebaut werden soll, plötzlich ein bedrohliches Geräusch. Die Außenwand des Hannauer-Hauses begann zu reißen, sich nach außen und nach unten zu bewegen. Die sofort verständigte Gemeinde kam nicht, fühlte sich nicht zuständig und verwies Fam. Hannauer auf das Zivilrecht. Ein von der Familie Hannauer gerufener Bausachverständiger stellte Gefahr an Leib und Eigentum fest, weil das Haus einsturzgefährdet war. Dann allerdings blieb der Gemeinde nichts mehr anders übrig, als einen Baustopp für den Bau der Tiefgarage zu verhängen. Dann wurde die Außenmauer des Hannauer-Hauses unterfangen und mit Betonspritzen unterstützt. Weitere Setzungen werden laut Experten-Gutachten trotzdem nicht ausgeschlossen.

Über 6 Monate wird seither verhandelt, wer denn daran Schuld sein könnte und wer für den Schaden aufkommen muss.  Die Fam. Hannauer wohnt seitdem in einem schwer beschädigten Haus. Ende März wurden wir von der Fam. Hannauer verständigt. ÖVP-Baureferent DI Pigisch und ÖVP-Bauauschuss-Vorsitzender Pfeiler wurden in all den Monaten nie von der Gemeinde informiert. Sofort wollten wir eine umfassende Aufklärung. GR Pfeiler hat umgehend eine Bauauschuss-Sitzung einberufen, die Hr. Wöhrleitner mit allen Mitteln (bis hin zu einer Anzeige an den Bezirkshauptmann) zu verhindern versuchte. Mag sein, dass es Herrn Wöhrleitner gelingt, Privatpersonen zu verunsichern, bei uns geht das mit Sicherheit nicht. Der Bauauschuss hat getagt, die beiden im Ausschuss sitzenden SPÖ-Gemeinderäte Wolfgang Tomek und Peter Kodym sind unentschuldigt fern geblieben. GR Kodym war während der Sitzung beim Heurigen. Das erschien ihm wichtiger. Die erschienenen Gemeinderäte waren vom Zustand des Hauses, aber auch von der Vorgehensweise der Gemeinde entsetzt.

Mittlerweile konnten wir viele Unterlagen, zig Seiten Protokolle, Rechtsanwaltsschreiben und Gutachten einsehen. Danach stellen sich unwillkürlich einige Fragen: Was läuft hier? Warum gab es trotz der zu erwartenden Probleme (z.B. hoher Grundwasserpegel etc.) keine Bauverhandlung? Warum reagiert die Gemeinde so wie sie reagiert? Warum sollen Ausschuss-Sitzungen verhindert werden? Manchmal reagiert Herr Wöhrleitner allerdings schnell. Er hat uns sofort das Baureferat und den Vorsitz des Bauausschusses entzogen.  Auch dort schalten und walten ab sofort seine SPÖ-Vertrauensleute.

Wir erwarten von Herrn Wöhrleitner endlich ein positives Einschreiten zugunsten der schwerst betroffenen Familie Hannauer, im übrigen eine der ältesten Familien unseres Ortes. Wir erwarten von Herrn Wöhrleitner, dass er endlich kapiert, dass er Bürgermeister der Bürger Wiener Neudorfs ist und nicht irgendwelcher Bauträger und Baukonzerne, die unseren Ort mit seiner Unterstützung komplett verbetonieren und zubauen wollen.