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Wieso die SPÖ mit 48 % die absolute Mehrheit bekommt

Die SPÖ hat 48,4 % an Stimmen. Bei 33 Mandaten ergibt ein Anteil von 48,4 % … 15,9 Mandate (und nicht 17). Rein rechnerisch stimmt das. Aber das Wahlverfahren nach D’Hondt bevorzugt stimmenstärkere Parteien und benachteiligt stimmenschwächere.

Nach diesem Verfahren werden die sogenannten Reststimmen den stimmenstärkeren Gruppierungen zugeschlagen. Das UFO hat vom prozentualen Ergebnis her 3,5 Mandate, die FPÖ 1,5 Mandate und die Grünen 0,9 Mandate geschafft. Vereinfacht dargestellt, werden die Stimmen nach dem Komma den stimmenstärkeren Gruppierungen zugeschlagen. Damit haben leider einige UFO-, FPÖ- und alle Grünwähler – sicherlich unbewusst und wahrscheinlich entgegen ihrem Wählerwillen – der SPÖ zur absoluten Mehrheit verholfen. Die SPÖ hatte damit alles Wahlglück auf ihrer Seite, denn vom eigentlichen Votum der WählerInnen wollte Wiener Neudorf keine absolute Mehrheit mehr.

Dazugesagt werden muss, dass auch wir mit unserem 12. Mandat ein wenig davon profitiert haben. Aber wir würden gerne darauf verzichten, wenn im Gegensatz die SPÖ die absolute Mehrheit verlieren würde.